Nun ist er weg...

Nun ist er von uns gegangen. Die lebenserhaltenden Geräte wurden abgeschaltet. Mein Freund sah seinen Vater heute zum letzten Mal mit wenigstens ein bisschen Leben in sich.

Die Trauer, die ich verspüre..das ist unglaublich.

Ich beginne fast daran zu glauben, das mein bester Freund und ich so sehr im Inneren verbunden sind, dass ich seinen Schmerz mitspüre, denn es frisst mich von innen heraus auf. Es frisst mich auf und doch weiß ich, dass ich stark sein muss. Ich muss für meinen Freund stark sein, er soll sich an mich anlehnen können, soll sich bei mir fallen lassen und nicht um meinetwillen denken er könnte das nicht. Ich will ihn auffangen und nie wieder loslassen, wenn dies seinen Schmerz lindern könnte, doch tief in mir drin weiß ich, dass das alles nichts bringt, denn sein Vater ist tot. Sein Vater. Immer wieder echot das in meinem Kopf, diese Vorstellung...ich will mir das nicht vorstellen. Ich kannte seinen Vater kaum und doch bin ich so unendlich traurig.. es tut einfach nur weh und ich weiß nicht wie mir geschieht..

Aber ich denke, sein Vater ist befreit. Und er wird auf seine Familie herabblicken, von wo auch immer, und sagen : ich bin stolz auf meine Familie. Er ist heute Nacht von uns gegangen und wird morgen Nacht der hellste Stern am Himmel sein. Der Allerhellste. Um seinen Kindern und seiner Frau zu zeigen : " Hier bin ich und hab ein Auge auf euch."

Und er wird den Himmel zum leuchten bringen wie kein anderer.

 

“(When he shall die,)
Take him and cut him out in little stars,
And he will make the face of heaven so fine
That all the world will be in love with night
And pay no worship to the garish sun.”

- William Shakespeare

13.10.14 22:30

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